0002 — DSGVO-Provider-Routing
Status: Akzeptiert
Kontext
Abschnitt betitelt „Kontext“OpenRouter routet Anfragen dynamisch an wechselnde Upstream-Anbieter. Für ein deutsches Produkt mit lokalpolitischen Inhalten ist das ein Datenschutzrisiko: Anfragen könnten an Anbieter außerhalb der DSGVO-Reichweite (z. B. in China) gehen oder bei Anbietern landen, die Eingaben zum Training speichern.
Entscheidung
Abschnitt betitelt „Entscheidung“kern/llm.py setzt ein Provider-Routing durch (per Env steuerbar):
NWZ_OPENROUTER_IGNOREschließt bestimmte Anbieter-Slugs aus (Default:deepseek,baidu,streamlake,siliconflow,alibaba).NWZ_OPENROUTER_ZDR=1verlangt Zero Data Retention (keine Speicherung/kein Training auf den Daten).NWZ_OPENROUTER_ROUTING=offist ein Notausschalter, der den Block komplett deaktiviert.
Konsequenzen
Abschnitt betitelt „Konsequenzen“- Plus: KI-Anfragen gehen nicht an ausgeschlossene Anbieter; ZDR reduziert das Risiko, dass Inhalte gespeichert oder zum Training genutzt werden.
- Plus: Über Env steuerbar — kein Code-Deploy nötig, um auf Anbieter- Änderungen zu reagieren.
- Minus: Die Anbieter-Auswahl schrumpft, was Verfügbarkeit/Preis verschlechtern kann. Der Ausschluss per Slug muss gepflegt werden, wenn neue Anbieter dazukommen.
- Hinweis: Die DeepSeek-Modelle, die als Defaults der Protokoll-Pipelines
konfiguriert sind, werden über OpenRouter bei DSGVO-konformen Hostern geroutet —
der Ausschluss betrifft den Anbieter-Slug
deepseek(direktes Hosting), nicht das Modellgewicht als solches. Beim Tunen beider Stellschrauben aufeinander achten.